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1958
Erstveranstaltung
Triennale Grenchen

Geschichte und Ziel der Triennale

 

 

Die Triennale Grenchen ist die weltweit älteste Dreijahres-Veranstaltung, die ununterbrochen durchgeführt wurde. Künstler der Triennale Grenchen: A. R. Penck, Antoni Tâpies, Leiko Ikemura, Joan Miró, Ben Vautier, Andy Warhol, Jeanne und Claude Christo, Rolf Iseli, Daniel Spoerri, Rolf Winnewisser, Georg Baselitz, Eduardo Chillida… Bei den Jurymitgliedern sticht der Name Harald Szeemann hervor.

Fan Hui Künstler auch China in Grenchen, 2003
Sonderausstellung Ben Vautier, 2009

Die erste Austragung war 1958. Damals noch unter dem Namen «Internationale Triennale für farbige Originalgraphik». Verantwortlich zeichnete der eigens dafür gegründete Kunstverein Grenchen. Man setzte auf den freien Wettbewerb mit durchschlagendem Erfolg: Nicht weniger als 3000 Werke von 1000 Künstlern aus aller Welt (28 Länder) gingen per Post ein. Es war ein logistischer Kraftakt, um schliesslich 300 Werke im Parktheater präsentieren zu können. Die Logistik und die damit einhergehenden Kosten sollten ständiger Begleiter der Triennale werden. Geblieben ist Ziel der Triennale: Im Dreijahres-Rhythmus wird ein aktueller Querschnitt über das Schaffen in der internationalen Originaldruckgrafik gezeigt.

1970 übernahm die Kunstgesellschaft die Organisation. Dass die Triennale auch heute noch durchgeführt werden kann, liegt in der Tatsache begründet, dass man sich immer wieder neu erfunden hat, sich neuen Trends und Techniken gegenüber offen zeigte, und dass man stets auf freiwillige Helferinnen und Helfer zählen konnte.

Homage für Antoni Tapies, 2012
WANG Yiqiong from Jiangsu, China in front of a Work of XU Bing from Chongqing, 2012

So öffnet sich die Triennale 1976 auch für Schwarzweiss-Grafiken. 1994 findet ergänzend ein Wettbewerb «Copy Art» statt. Sonderschauen (Länder, Techniken oder Künstler) und Podiumsdiskussionen mit so illustren Gästen wie Bruno Manser, Pipilotti Rist, Thomi Wolfensberger oder Peter Kneubühler werden ins Programm aufgenommen, man versucht zudem das Publikum vermehrt einzubeziehen und macht mit spektakulären Aktionen auf sich aufmerksam (Strassenwalzengrafik und Kunstzug 1991, Triennale 12, Grafika Maxima zum 50 Jahr-Jubiläum 2009, Triennale 18, um nur einige zu nennen).

1958 — Seit 60 Jahren verliebt in Druckgrafik

 

Zum 50jährigen Bestehen der Triennale wurde das Projekt «Grafika Maxima» realisiert. 50 Künstler aus dem In- und Ausland beteiligten sich an dem Gesamtdruckkunstwerk.

Änderungen gab es auch in der Form: So werden ab 1988 Künstler durch den jeweiligen künstlerischen Leiter eingeladen.
2003 bis 2015 setzt man nicht zuletzt aus finanziellen Gründen auf ein neues Konzept: Die Ausstellung erhält Messecharakter, indem weder freier Wettbewerb noch Einladung von Künstlern die Triennale bestimmen, sondern Verleger und Galeristen die Leistungsschau mit ihren Künstlern bestreiten. 2018 wird die Veranstaltung offiziell in «Triennale Grenchen» umgetauft, um die Kommunikation zu vereinfachen. Unter der künstlerischen Leitung von Reto Emch entsteht 2018 eine Schau als Gesamtkunstwerk, die von Fachleuten hoch gelobt wird. Nun soll die Internationalität wieder mehr Bedeutung bekommen. OK- Präsident Philipp Glocker strebt 2021 eine Beteiligung aus allen Kontinenten an mit mindestens 300 Künstlern und er will mit seinem Team Kunst präsentieren, die auch wieder ans Publikum verkauft werden kann.

2. Triennale Grenchen
Poster von Emil Ruder, 1961
10. Triennale Grenchen
1979
11. Triennale Grenchen
Poster von Leiko Ikemura, 1988
13. Triennale Grenchen
Poster von Ulrich Studer, 1994
14. Triennale Grenchen
Poster von Ulrich Studer, 1997
15. Triennale Grenchen
Poster von Ulrich Studer, 2000
16. Triennale Grenchen
Poster von Rosmarie Tissi, 2003
17. Triennale Grenchen
Poster von Rosmarie Tissi, 2006
18. Triennale Grenchen
Poster von Rosmarie Tissi, 2009
19. Triennale Grenchen
Poster von Armin Vogt, 2012
20. Triennale Grenchen
Poster von Armin Vogt, 2015
21. Triennale Grenchen
Poster von Nicolo Bernasconi, 2018